+++ TELEGRAMM +++ Die Heimreise beginnt….


Es geht nach Hause. Wir fahren mit einem der ältesten Schiffe von Stena Line mit der “MS Urd”. Uns erwartet auf diesem Schiff wenig Komfort , kaum vegetarisches Essen für Øyvind (nicht einmal Fisch gab es) und nur wenige „selbstgemachte“ Unterhaltungmöglichkeiten, wie Lesen und Musikhören. Doch wir wollen das Beste draus machen….

Da liegt das 170 Meter lange Schiff. Es werden maximal 186 Passagiere befördert.
Hauptsächlich ist die „MS Urd“ eine LKW Fähre, der Personen/ Urlaubsverkehr ist ein nebensächliches Geschäft :

Wenig LKW Verkehr ist heute mit uns unterwegs :



Die Sonne lacht uns ins Gesicht :


Erst einmal ausruhen ist meine Devise :


Endlich einmal wach :


Natürlich gibt es auch guten Rotwein an Bord. Was für ein Luxus :


Die Sonne verabschiedet sich. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Touristen an Bord und fotografieren das schöne Farbenspiel :


Guten Morgen ! Nachdem das Mittagessen und das Abendbuffet sehr sehr fleischlastig war, gefällt uns das Frühstück sehr gut :











+++ TELEGRAMM +++ Unser zweiter Tag in Liepāja…..

Wir staunen !!!


Eigentlich war Liepāja ja nur so als Abfahrtsort für die Rückfahrt nach Deutschland gedacht.
Dass wir uns gerade in dieser Stadt sooo sehr wohlfühlen werden, hätten wir beide überhaupt nicht gedacht.
Der Tag heute war vollgepackt mit einer langen Radtour, vielen leckeren Genüssen, vielen Sehenswürdigkeiten und einem Privatkonzert auf der weltgrößten Orgel in der Dreifaltigkeitskathedrale…

Liepāja – der Kurort, die Stadt des Bernsteins , die lettische Musikhauptstadt, die Stadt der Linden (liepa-das lettische Wort für Linde) … die Stadt des Meeres , der Strände und der Winde :


Der musikalische Bernstein der Stadt , nochmals am Tage fotografiert….man sieht sogar Elche auf Fahrrädern:


Das Denkmal für die verunglückten Seefahrer und Fischer. Es ist das Bildnis einer Frau die sehnsüchtig in das weite Meer schaut und auf die Rückkehr ihrer Liebsten wartet :


Eine kleine Russisch-Orthodoxe Kirche kann man hier besichtigen:


Wir besuchen die St. Josef Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert. Gebaut wurde dieses Gebäude aus sogenannten Danzig Backsteinen, die einzeln verpackt aus Deutschland angeliefert worden sind :


Das Innere der Kirche hat etwas leises, etwas Beruhigendes. Hoch oben an der Decke „schwimmt“ ein Schiffsmodell:


In der Dreifaltigkeitskathedrale klettern wir 32 Meter hoch auf den Kirchturm. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick auf Liepāja und das Umfeld der Stadt :






Unten fährt gerade eine alte Tatra Bahn durch die Stadt :


Wir werden vom Organisten auf eine Klangprobe der größten Orgel der Welt eingeladen. Mit verschiedenen Musikstücken dürfen wir die Vielfalt der über 7000 Pfeifen bewundern.
Begeisterung über die Arbeit des Orgelbauers Koncius kommt auf :


Genüsse des Tages :


Kalte Rote Beete Suppe mit heißen Kartoffeln finden wir super lecker :


Den besten Kuchen unseres Urlaubs probieren wir hier – im Café „Darbnica“ :


Genießer Bildnis :


Auch der Abend schmeckt lecker ! Es gibt Liepāja Mencini , Borschtsch , Bier und Pizza.

DIE Spezialität von Liepāja: Liepāja Mencini ist getrockneter und geräucherter Dorsch mit Kartoffeln. Dieses leckere Gericht aßen die Menschen bereits im 13. Jahrhundert :

Borschtsch :


…..und das erste lettische Pils :




Ein wundervoller Tag geht zu Ende…..




+++ TELEGRAMM +++ Liepāja – eine Stadt mit viel Flair…..

….unsere heutige Fahrradtour war wieder einmal sehr lang. Wir radelten 75 km. von Palanga an der Ostseeküste nach Liepāja ( deutsch Libau). Hierbei passierten wir die litauisch-lettische Grenze.

Das Fahrradfahren war heute nicht besonders leicht. Manchmal hatten wir sandige Schotterpisten zu absolvieren. Über 50 Kilometer radelten wir auf einer der Hauptverkehrsstraßen Lettlands , der A11.
Für Fahrradfahrer war hierbei nicht besonders viel Platz….

Eine Seltenheit , eine schmale ordentlich knarrende Hängebrücke:


Lettland ist erreicht. Über die nächsten 10 Autobahnkilometer reiht sich Baustelle an Baustelle:


Ein sehr kleiner Ort Nīca. Wir besuchen die Tourismusinformation und kehren ein…


…in dieses hübsche Café :


Øyvind genießt ein Schokoladenfondant mit hausgemachtem Eis :


Für mich gibt es die traditionelle lettische Erdbeersuppe mit Vanilleeis. Wie in fast allen skandinavischen Ländern sind die Erdbeeren sehr begehrt. Auf dem Marktplatz werden die Früchte zu einem Preis von 3,50 bis 4,00 Euro gehandelt :


Lecker und sehr appetitlich angerichtet :


In Liepāja müssen wir uns unterstellen. Ein stärker Regenschauer zieht vorbei. Wir staunen: Liepāja ist die drittgrößte Stadt Lettlands und hat 76.000 Einwohner. Es gibt sogar Straßenbahnverkehr :


Die Stadt hat viel Flair. Ganz anders als erwartet. Wir erleben ein schönes Stadtbild, Marktplätze und etliche Kirchen. Natürlich gibt es auch historische Schandtaten wie häßliche Plattenbauten etc.
Die evangelische St. Anna Kirche aus dem Jahre 1508 ist die älteste Kirche der Stadt :


Straßenbild – ganz hinten erkennt man die Dreifaltigkeitskathedrale mit der größten Orgel der Welt :



Über diese Brücke geht es hinüber nach Karosta (Kriegshafen). Die Brücke trägt den Namen des ersten Kommandeurs der Lettischen Armee – Oskar Kalpaks. Die Brücke wurde vom deutschen Ingenieur Harald Hals projektiert. Mehrmals am Tag wird die Brücke mit ihren zwei identisch drehbaren Tragwerken gedreht :

Auch sehr sehenswert ist die orthodoxe Kathedrale St. Nikolai aus dem Jahr 1901 :

Eine sehr interessante Architektur bietet die Konzerthalle „Großer Bernstein“. Das Liepāja Sinfonieorchester hat hier seinen Sitz :

Wir wandeln durch die bernsteinfarbenen Gänge :

Der Stadtplan einmal aus ganz plastischer Sicht, quasi zum Anfassen :

Die Universität Liepāja mit wunderschönem Schmetterlings Blumenschmuck :


Auf der Suche nach einer Pizzeria kommen wir in diesem hübschen Innenhof :

Schnell ist auch eine Restaurant gefunden. Die Pizza ist zwar ordentlich groß, schmeckt aber leider nur durchschnittlich. Es kann eben nicht alles perfekt sein.

Wir freuen uns schon auf das morgige Abendessen, dann vielleicht ganz woanders…..

+++ TELEGRAMM +++ Die Rückreise beginnt…..

….circa 30 Kilometer hinter Klaipėda liegt das Seebad Palanga ( deutsch Polange).

Der Radweg von Klaipėda nach Palanga ist sehr gut ausgebaut und wir kommen sehr gut voran. Da über Nacht die Temperaturen sehr stark gefallen sind ist es ziemlich frisch.

Palanga bietet alles was ein Seebad bieten kann. Es gibt viele Hotels , Restaurants , Cafés und Schnickschnack Geschäfte und natürlich gibt es auch eine Seebrücke. 
Was uns sehr gefällt sind die vielen Skulpturen, der riesige Botanische Garten und die ideale Infrastruktur für Radfahrer.
Eigentlich könnte man es hier viel viel länger aushalten….

Unterwegs , eine Vogelbeobachtungsstation :





Schon sind wir in Palanga. Zur Begrüßung gibt es einen frisch gegarten Maiskolben:


Die römisch-katholische Kirche :


….wunderschön restauriert :


Der Skulpturen Park inmitten der Stadt :






Øyvind fühlt sich zu der Skulpur „Die Schwimmer“ hingezogen :




Man staunt, das kleine Seebad hat sogar einen eigenen Konzertsaal :




Hier wollen wir Kaffee und Kuchen genießen:


Im Innern finden wir eine wunderschöne und liebevolle Einrichtung :


Kaffee , Kuchen und Whisky – was will man mehr :




Auch einige Springbrunnen kann man an der Promenade erleben :


Die lange Seebrücke gibt es erst seit 1996 :


Im riesigen Botanischen Garten begrüßt uns Jesus :


So muss ein Garten aussehen. Liebevoll gestaltet und viele Sitzmöglichkeiten für jung und alt :


Traumhafte Idylle :






+++ TELEGRAMM +++ Ausflug zum Berg der Kreuze…..

…mit der Litauischen Bahn fuhren wir heute knapp 170 Kilometer nach Šiauliai ( deutsch Schlauchen ). Šiauliai ist eine Großstadt mit circa 130.000 Einwohnern. Ganz große Attraktion ist der 12 Km. von der Stadt entfernte katholische Wallfahrtsort Berg der Kreuze. Zu diesen Wallfahrtsort pilgerten wir mit unseren Rädern über ziemlich schlechte Radwege. Aufkommender Gegenwind wirbelte uns zudem etlichen Staub ins Gesicht. Kurz gesagt – wir mussten ordentlich strampeln.
Der Berg der Kreuze entpuppt sich eher als Hügel der Kreuze mit mehreren 100.000 aufgestellten Kreuzen und Andenken die die Betenden mitgebracht hatten. Viele Kreuze sind zudem mit Holz- , Bernstein- und Plastikketten umwickelt.
Durch den Wind klimperten diese Ketten fast schon mystisch im Wind.
Der Berg der Kreuze erlebte weltweites Aufsehen als Papst Johannes Paul II den Ort im September 1993 besuchte und hier eine Messe feierte……
Los gehts mit der Bahn. Die modernen Dieseltriebwagen bieten viel Komfort und man sitzt bequem. Die Reisegeschwindigkeiten liegen bei 100-120 Km/h. Nach der ersten Hitzeperiode in diesem Jahr sind wir nach Angaben der Bahn langsamer unterwegs und erreichen Šiauliai verspätet:

Gegenüber dem Bahnhof befindet sich diese Kirche, welche wir besichtigen dürfen :

Die Fahrt zum Berg der Kreuze beginnt. Hier ist der Radweg noch gut und wir blicken auf die Kathedrale St. Peter und Paul in Šiauliai :

Der Berg der Kreuze ist erreicht. Auf diesen Bild sieht man den Pavillon auf welchem Johannes Paul II vor über  100.000 Gläubigen in 1993 seine Messe feierte:

Mehrere 100.000 Kreuze aus aller Welt sind hier aufgestellt :

Beeindruckend :

Auf Geheiß des Papstes wurde dieses Franziskaner Kloster aufgebaut und bietet Platz für Ordensbrüder und Novizen:

Die kleine Kapelle ist mit Blick auf den Berg der Kreuze ausgerichtet. Eine gute Gestaltung des Architekten:

Wir treten den Rückweg nach Šiauliai an :

Ein Gebäude aus bester sowjetischer Zeit :

Die Kathedrale St. Peter und Paul beeindruckt uns sehr und wir machen vom Innern ein Foto :

Das Wahrzeichen der Stadt – Der Bogenschütze:
Auf einer 21 m hohen Säule steht seit 1986 das Wahrzeichen der Stadt: der goldene Bogenschütze. Er ist zugleich Zeiger der größten Sonnenuhr Litauens. Als Zifferblatt dient der gesamte Platz ( wird derzeit leider rekonstruiert) in dem Metallziffern eingelassen sind. Man vermutet, dass sich Šiauliai vom litauischen šaulys (Schütze) oder saulė (Sonne) ableitet.
Wenn der Platz einmal fertig ist werden wir wieder anreisen :

Zum Abendessen kehren wir in dieses Pizzarestaurant ein. Leider dauert die Bedienung zu lange. Um den vorletzten Zug nicht zu verpassen  müssen wir die Pizza im Karton zum Bahnhof mitnehmen :

Ciao Šiauliai :

+++ TELEGRAMM +++ Memel bei Nacht…..

…nun haben wir einige Tage in Klaipeda ( Memel) verbracht und noch immer sind keine Abend/Nachtfotos veröffentlicht.

Mir gefällt Klaipeda in der Gestaltung gut, Øyvind meint , er hätte schon hübschere Hafenstädte gesehen.
Der Betrachter der folgenden Bilder kann sich ja hier ein eigenes Urteil bilden…..

Unser Aufenthalt für 4 Nächte in Klaipeda-das Hotel Memel :

Ein Blick auf das Restaurant Schiff mit den Namen „Meridanas“ :



Der Hauptplatz der Stadt – der Theaterplatz mit dem Dramaturgischen Theater. Im Vordergrund etwas schlecht zu erkennen das Ännchen von Tharau Denkmal :


Überbleibsel vom „Festival of Lights“ , welches hier im Februar stattfindet , das bunt beleuchtete Rathaus von Klaipeda erstrahlt in den Nationalfarben Litauens. Ein sehr schönes Gebäude aus dem Jahre 1762 :


+++ TELEGRAMM +++ Ruhetag , der Blog geht heute an den Strand….

Die Überfahrt zur Kurischen Nehrung erfolgt mit diesem Schiff :

Hungrige Möven werden von Kindern fleißig gefüttert :



Zur Not kann man auch mit der Kutsche zum Strand gefahren werden :




Wir spazieren lieber durch dichte Wälder an den menschenleeren Strand :



Sogar eine Sauna gibt es am Strand und diese ist heute den ganzen langen Tag geöffnet :

Hier fühlen wir uns wohl und entspannen einmal ohne unsere Fahrräder:



Nach unserem Strandtag steht der Rest des Tages im Zeichen des Genusses. Wir essen Honigkuchen, genießen Brewdog Bier und lassen uns mit leckeren Fischgerichten verwöhnen:





So entspannt sieht man mich selten :