+++ TELEGRAMM +++ Vom Kanal zum Meer….

…Radfahren kann auch anstrengend sein. Gestern Nacht hatte es viel geregnet. In der Folge hatten sich die sandigen Waldwege richtig schön vollgesogen und es kostete viel Kraft mit unseren schwer bepackten Rädern voranzukommen. Später kamen dann noch viele Steigungen und erheblicher Gegenwind hinzu. Trotz aller Umstände schafften wir beide Tage mehr als 70 Kilometer :

Bretonische Landschaften zwischen Schauern :

Heute Zwischenstopp in unserer Lieblingsstadt Dinan. Hier gibt es das leckerste Maroneneis der Welt. Das es Stephan schmeckt sieht man doch :
Dann natürlich noch ein Galette mit Chèvre, dazu ein Glas Wendelinus :
Am Nachmittag erreichen wir Saint Malo bei herrlichem Sonnenschein :
Der Mai geht zu Ende und ich kann jubeln. Denn heute habe ich mit 1500 Fahrradkilometern in einem Monat ordentlich gestrampelt. Natürlich ließ ich mich lumpen und lud Stephan zu einer leckeren Pizza ein :
Morgen betretenn wir Neuland. Wir fahren mit dem Schiff nach Guernsey, einer der Kanalinseln. Da wir kein Internet dabei haben, wird der Blog voraussichtlich 2 – 3 Tage Pause haben…..

 

+++ TELEGRAMM +++ Am Kanal entlang in die Berge….

…heute morgen hatten wir etwas Hochnebel und später war es etwas bewölkt, so dass die Sonne nur wenig Chance hatte da durchzudringen. Schon rechtzeitig brachen wir von unserem Campingplatz auf.

Wir fuhren heute weiter auf dem Europaradweg, hier am Kanal Nantes – Brest entlang. Hier kamen wir an vielen Schleusen und malerischen Brücken vorbei :

Ein ruhiger und idyllischer Kanalabschnitt :
Abstecher nach Carhaix. Hier hatten wir etwas Pech, denn wir erreichten den InterMarche Lebensmittelhandel erst um 13.05 Uhr. Wegen des Feiertages , war aber nur bis 13.00 Uhr geöffnet. Pech gehabt und mit fast leeren Lebensmitteltaschen ging es weiter.
Die Innenstadt wirkte leider etwas ausgestorben, hatte aber einige hübsche Häuser zu bieten :
Zurück zum Radweg. Stephan fuhr immer vorneweg und ich hatte Probleme ihm zu folgen :
Schon wieder eine Schleuse in Sichtweite. Leider sahen wir heute überhaupt keine Schiffe auf dem Kanal :
Heute radelten wir 110 Kilometer. Natürlich mussten wir am Abend wieder hinauf in die bretonischen Berge klettern. Hier hatten wir wieder schöne Rundumblicke :
Camping im Ort Mur de Bretagne. Nach dem Abendbrot unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang. Leider war die Sonne gerade untergegangen …..:

 

+++ TELEGRAMM +++ Vom Dach der Bretagne zum Nantes – Brest Kanal….

…heute hatten wir einen sehr schönen Tag. Schon am frühen Morgen kitzelte uns die Sonne aus dem Zelt und blieb uns den ganzen Tag mit vielen warmen Strahlen erhalten.

Anstrengend war der Tag aber auch, denn wir kletterten mit voll bepackten Fahrrädern 200 Meter auf das Dach der Bretagne. Einmal mussten wir sogar schieben. Solche Schiebeaktionen kennen wir eigentlich nur aus Norwegen.

Kurz vor Lokronan erreichten wir unseren Höhenpunkt und genossen die weite Aussicht :

Hier sieht man schon die im Jahre 1420 erbaute spätgotische Kirche von Lokronan :
Hier befindet sich auch das Grab des Heiligen Ronan welches aus Kersanton-Lava besteht.
Interessant: Der Grabstein des Heiligen Ronan wird von 6 Engeln getragen :
Lokronan ist aufgrund der sehr sehenswerten Innenstadt Besuchsziel vieler Touristen. Wir gönnen uns an der Pâtisserie ein leckeres Rharbarbertörtchen :
Schöner Ort und geile Karren :
Nach 35 Kilometern sind wir am Nantes – Brest Kanal angekommen. Auch hier wird es die nächsten 50 Kilometer anstrengend werden, denn der Belag des Weges ist teilweise sehr schwierig zu fahren. Es gibt aber auch hier sehr schöne Stellen :
 
Etwas später als gewöhnlich erreichten wir den Ort, an dem wir uns nach einer riesigen Pizza und ein Crêpes ausruhen werden.
Châteauneuf du Faou, hoch über dem Kanal.

 

+++ TELEGRAMM +++ Ausflug zum Pointe de Raz…..

…den heutigen Tag nutzen wir zu einem Ausflug zum Pointe de Raz. Der Pointe de Raz ist eine 72 Meter hohe Klippe. Gegenüber dieser Klippe liegt der kantige Leuchtturm der kleinen Insel „Ilot de la Vieille“. Der seit 1887 beleuchtete Turm wurde erst 1995 auf Automatikbetrieb umgestellt.

Komische Kunstausstellung im Ort Poullan. Hier müssen offenbar schon viele Fahrräder geschrottet worden sein :

Immerhin eine sehr schöne Kirche die den Ort dominiert :
Erste Blicke auf das Meer , gegenüber sieht man die Halbinsel Crozon:
Windmühlen als Erinnerung an vergangene Zeiten :
Ein erster Blick auf den Pointe de Raz. Noch sind aber einige Fahrradkilometer erforderlich :
Anstrengend und hügelig war es schon, aber heute fuhren wir ja ohne schweres Gepäck :
Bei Seeleuten war dieser Ort sehr gefürchtet, denn an der Klippe kamen viele ums Leben. Natürlich muss hier ein Schutzpatron aufgestellt werden :
Unterhalb einer Klippe habe ich auch einmal einen Geocache gefunden, darauf muss ich mich erst einmal ausruhen :

 

Unsere erste bretonische Gallette. Geschmacklich hervorragend, aber bei einer Fahrradtour müsste man wohl 3 Stück davon essen :
Unser letztes Städtchen für Heute ist Audierne:
Morgen wollen wir den Nantes – Brest Kanal endlich erreichen.

 

+++ TELEGRAMM +++ Ankunft in Finistère…

…mit dem Zug fuhren wir heute von Auray nach Quimper, der Stadt der Herzöge der Bretagne und zudem sehr sehenswert. Wir besuchten zuerst die Kathedrale Saint Corentin. Auffallend hier die vielen bunten Bleiglasfenster aus dem 15. Jahrhundert.

Einfahrt ins grüne Quimper :

Wie wäre es denn einmal mit einem Panoramafoto ? Im Vordergrund ist die Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert zu sehen :
Auf dem Place St. Corentin befindet sich auch das Museum der schönen Künste. Natürlich darf in einer französischen Innenstadt ein schönes Karussell nicht fehlen :
Sehr sehenswert sind auch die vielen Fachwerkhäuser in der historischen Innenstadt. Da macht das Bummeln, Shoppen und Einkehren besonders viel Freude :
 
Warten auf den leckeren Crêpe :
Am Nachmittag radelten wir dann auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke hinüber nach Douarnenez. Unterwegs sogar Palmen und insgesamt eine sehr grüne Strecke :
Wie zu Hause – der Rhododendron blüht :
Nach 30 Kilometern erreichen wir Douarnenez. Die Stadt ist ausgesprochen hügelig, liegt jedoch sehr schön und verfügt über 4 Campingplätze:
Kunst gibt es auch in Douarnenez :
Abendbrot in einer leckeren Pizzeria. Wow, das sah nicht nur lecker aus, sondern hat auch noch ausgezeichnet geschmeckt:
Stephan schwört neuerdings auf Jacobsmuscheln :
Am Abend gaben die herrlichen Farben noch einmal ihr Bestes :
 

 

+++ TELEGRAMM +++ Ein Ausflug an den Atlantik….

…unser schweres Gepäck hatten wir heute in unserem Hotel gelassen und fuhren nach dem Frühstück zu der 14 Kilometer langen Halbinsel nach Quiberon an die Atlantikküste.

Unterwegs gab es wieder einmal viel zu sehen und bereits wenige Kilometer nach Auray erreichten wir ein Stonehenge :

Endlich ist die schöne Atlantikküste erreicht
Hier ist ein Blick auf den Hafen von Quiberon. Gerade trifft eine Fähre von Belle-île en-mer ein :
…und gleich geht es wieder zurück zu der 15 Kilometer entfernten größten bretonischen Insel :
Blicke auf Quiberon und seine vielen Leuchttürme:
Mmmmhhh, lecker ein Crêpes mit Maronencreme :
Schroffe Küste :
Die eingleisige Strecke nach Quiberon wird nur in den Sommermonaten bedient. Im Volksmund wird diese Stichbahn mit „der Korkenzieher“ ziemlich passend betitelt :
Zurück an die Küste, Stephan testet die Wassertemperatur. Zum Baden geht es schon, meint er :
Was wird wohl in dieser Schatzkiste verborgen sein? Man muss nämlich wissen, dass auch der Film „Die Schatzinsel“ auf Quiberon gedreht wurde :

….natürlich leckere Kuchenteilchen mit unverschämt köstlichen Füllungen :

Diesen Weg wollten wir nicht gehen, denn nach Ebbe kommt meistens die Flut :
Wo steht denn unsere Jacht, Stephan ?
Natürlich nicht gefunden, also geht es weiter mit dem Fahrrad über diese Brücke :
Blick von oben. Unsere Jacht hatte doch einen weißen Mast….:
Nach 90 Kilometern schließt sich der Kreis und wir sind zurück in Auray. Stephan tut so als ob er müde ist :
Die Innenstadt von Auray ist festlich geschmückt. Wir finden, die Stadt ist sehr sehenswert und hat viel Charme :
Morgen geht es weiter durch die Bretagne. Unser geplantes Ziel ist Quimper….

 

+++ TELEGRAMM +++ Ein Tag mit der französischen Bahn….

…heute ließen wir uns 400 Kilometer mit der SNCF, der französischen Bahn in die Bretagne fahren. Dieses Unterfangen war gar nicht so einfach, denn schlechte Zugverbindungen und das Umsteigen mit schwerem Gepäck hatten es in sich. Immerhin, konnten wir beim zweifachen Umstieg neben Orleans auch noch die Städte Tours und Nantes zumindestens kurz besuchen.

Da unser Zug erst um 12.42 Uhr Orleans verließ drehten wir noch eine Runde durch die Innenstadt von Orleans :

Wow, so ein schönes Kinderkarussel sieht man in Deutschland überhaupt nicht mehr :
Die meiner Meinung nach schönste Kathedrale Frankreichs steht in Orleans :
Ankunft in Tours :
Endlich fährt in Tours auch die neue Straßenbahn ohne Oberleitung. Ein richtig futuristisch anmutendes Fahrzeug, fast wie aus einer Designstudie :
Das Hotel de Ville, das Rathaus von Tours :
Essen im Zug : Kastanien Bier aus Korsika und leckeres Nuss Baguette. Im Hintergrund sieht man die hängenden Fahrräder :
Kirschenfreund Stephan mit den ersten französischen Kirschen :
Letzter Umstieg in Nantes – Besuch der Kathedrale :
Vollbepackte Fahrräder entzücken die staunenden Franzosen gewaltig :
Schnell zurück zum Bahnhof , der Anschlusszug wartet nicht :
Um 19.30 Uhr erreichten wir Auray. Zum Abendbrot gönnten wir uns ein vielfältiges chinesisches Buffet, natürlich mit leckerem Loirewein dazu.