+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 21 – Mit dem Zug nach Freiberg und zur Augustusburg….

…heute kam nun das schlechte Wetter mit viel Regen nach Mittelsachsen. Aus diesem Grund beschlossen wir Freiberg und anschließend die Augustusburg zu besuchen.
Die Universitätsstadt Freiberg gefiel uns trotz des Regens ausgezeichnet. Man findet hier eine sehr hübsche historische Innenstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten vor.
 
Blick auf dem Untermarkt mit Dom und Museum :
 
Der Dom St. Marien wurde um 1501 errichtet. Eine wunderschön restaurierte Kirche die mit vielen Sehenswürdigkeiten erkundet werden kann. Der Besuch lohnt sich auf alle Fälle :
Noch nie habe ich so eine schöne Tulpenkanzel bewundern können :
Hier sieht man die große Gottfried Silbermannorgel. Eine Orgel der man einen besonderen, einen silbernen Klang nachsagt :
Draußen geht es zum Schloß Freudenstein. Im Vordergrund sieht man ein Modell der Innenstadt aus Bronze mit den Freiberger Sehenswürdigkeiten :
Am Obermarkt fällt einen sofort das Rathaus auf. Hier soll sich auch ein Gaffkopf befinden. Na, habt ihr den schon gesehen ? :
Da oben gafft der olle Gaffkopf :
Wo ist denn Stephan nun wieder ? Er amüsiert sich am Klatschweiber Brunnen :
Im renommierten Cafe Hartmann gibt es Kaffee und eine „Scheibe“ Torte :
Schon geht es mit dem Zug weiter. Wir wollen ja noch Schloß Augustusburg besuchen. Nächster Halt unseres Zuges ist also Erdmannsdorf-Augustusburg. Weiter geht es mit der Drahtseilbahn hinauf zum Schloß :
Die Fahrt für die 1,2 Kilometer dauert nur 8 Minuten. Betrieben wird die Drahtseilbahn übrigens von der DB Regio :
Drahtseilbahn oder Standseilbahn ? :
Die Augustusburg von Weitem :
Fußweg zur Stadtkirche von Augustusburg :
Endlich sind wir oben an der Augustusburg angekommen. Wenn man Lust hat kann man nun einige Ausstellungen u.a. eine Motorradausstellung in der Burg anschauen :
Ja , am letzten Tag im August stellen wir fest dass es schnurstracks auf den Herbst zu geht. Die ersten Bäume sind schon langsam gelb :
Geile Karre dieser Bus, ein ungarischer Ikarus 55 aus dem Jahre 1961 versüßt uns die Wartezeit auf dem Zug der uns zurück nach Warmbad bringt :
Zwar hatten wir heute viel Regen, dennoch gab es wieder einmal viel zu sehen. Nach unserer Rückkehr besuchten wir in Warmbad noch die Saunalandschaft der Silber Therme….

+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 20 – Der Fichtelberg im Sonnenschein….

….Stephan ist wieder in Warmbad zu Besuch und entgegen eines schlechten Wetterberichtes wollen wir dennoch eine Radtour zum Fichtelberg wagen.
Mal schauen ob der erwartete starke Wind , Wolken und Regen vielleicht etwas später einsetzen.
 
Wir nutzen den Radweg der Preßnitztalbahn bis Steinbach :
Schon am frühen Vormittag ist für Proviant gesorgt. Zum Beispiel im idyllischen „Sylvias Bahnhäusl“ :
Wunderschöne Natur begegnet uns an der Preßnitz :
In Oberscharr Nord zeige ich Stephan die sehenswerte Kleinbahn Gartenwelt :
Ein Sammelsurium von Signalen, Weichen und Bahnübergängen :
Klackernde Wassermusik an dieser Wassermühle :
Das Gebotsschild sagt : Hier muss man etwas trinken :
Im Haltepunkt Forellenhof kommt uns die gut besetzte Preßnitztalbahn entgegen :
Schnell ist auch die tschechische Grenze erreicht :
Wir besuchen die Ausstellung der „Galerie M“ in Weibert. Hier kann man Plastiken anschauen und auch kaufen :
In Oberwiesenthal sind wir schon auf 914 Meter hoch gekraxelt. Die Martin Luther Kirche, gebaut in 1866 ist ein sehr sehenswerter Bau :
Rast am Oberwiesenthaler Schwibbogen. Bergmann Stephan verewigt sich im Leben der Bergleute :
Hier hat es sich ja einer gemütlich gemacht. Gemeinsam essen wir eine Kleinigkeit vor den letzten Steigungen zum Fichtelberg hinauf. Nebenbei erwähnt, dass der Wetterbericht Temperaturen um 15 Grad, Regenschauer und Windstärke 5 vorausgesagt hat :
Die Fichtelbergbahn der SDG verlässt pünktlich den Bahnhof Oberwiesenthal :
…mal etwas heran gezoomt :
Ein Blick in die Innenstadt von Oberwiesenthal :
Die kursächsische Postmeilensäule von Oberwiesenthal verrät komische Weisheiten, wie „Wer reisen will, der schweig fein still“. Damals hatten sie wohl noch keinen Internet Reiseblog gehabt, oder ? :
Im Hintergrund sieht man hier das Rathaus von Oberwiesenthal :
Der letzte steile Anstieg zum 1215 Meter hohen Fichtelberg :
Was ist denn das ? Dehnübungen oder Freudensprünge über das Geleistete :
Gruppenfoto von den Bergsteigern auf Rädern, gefertigt von einer freundlichen Besucherin des Fichtelberges :
Auch der Keilberg (1244 Meter) auf der tschechischen Seite ist heute wolkenfrei :
Das Schloß Schlettau lernen wir auf der Rückfahrt kennen. Es ist aber etwas eingebaut und daher schwierig zu fotografieren :
Hier weiden die Bullen von Annaberg-Buchholz. Im fernen Hintergrund sieht man die St. Annen Kirche :
Eine richtig grandiose Radtour mit folgenden Daten : 107 Kilometer in 7 Stunden und 10 Minuten mit wahnsinnigen 1490 Höhenmetern geradelt. Wow, das kann sich sehen lassen…..
 
 

+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 19 – Ausflug nach Chemnitz….

… die letzten Tage in Warmbad machen mir richtig Spaß. Heute zeigte sich auch wieder die Sonne und jede freie Minute zwischen den Anwendungen wurde von mir schön genutzt.
Bereits nach dem Frühstück und den ersten Anwendungen schnappte ich mir mein Fahrrad und radelte hinüber nach Marienberg. Hier besichtigte ich nochmals ausgiebig die St. Marienkirche.
Nach dem Mittag fuhr ich mit der Erzgebirgsbahn nach Chemnitz. Schon beim Mittagessen kam an unserem Tisch die Frage auf, ob der „Nischel“ noch in Chemnitz steht. Einige meiner Reha Bewohner meinten dass dieses Denkmal abgebaut wurde.
Nein, der grimmig dreinblickende „Nischel“ von Karl Marx ist immer noch da. Chemnitz hieß ja von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt. Das Denkmal wurde 1971 eingeweiht und stammt vom russischen Bildhauer Lew Kerbel :
Das heutige Chemnitz versprüht einen eher spröden Charme. Nach schweren Kriegsschäden , den Wiederaufbau durch die DDR und den Nachwendebauten muss man Orte die einem richtig gut gefallen suchen. Mich zog es zunächst in das Zentrum der Stadt. Wegen des am Wochenende stattfindenden 20. Chemnitz Stadtfestes sind überall Verkaufsbuden und Bühnen aufgestellt worden :
Moderne DDR Architektur – Blick auf die Stadthalle , erbaut von 1969 – 1974 :
Nachwendebauten und Einkaufspassagen :
Das älteste Wahrzeichen von Chemnitz – der Rote Turm, erbaut im 12 Jahrhundert war ein ehemaliges Gefängnis :
Interessant in Chemnitz , das Chemnitzer Rathaus ist ein Doppelrathaus bestehend aus dem Alten und Neuem Rathaus. Hier ein Blick auf das Alte Rathaus mit Glockenspiel :
Daneben steht das Neue Rathaus :
Orgelmusik lockte mich in die Stadt – und Marktkirche St. Jakobi :
Ich genieße die Klänge und ruhe mich etwas aus :
Ein weiterer sehr markanter Platz ist der Historische Theaterplatz. Hier findet der Besucher von Chemnitz den König-Albert-Museumsbau mit diversen Ausstellungen, das Opernhaus und die schöne Petrikirche vor. Dieser Platz wird in den Sommermonaten für ein Freilichtkino und Konzerte genutzt :
Chemnitz ist aber auch eine grüne Stadt und so wandere ich zum Stadtpark von Chemnitz. Ein hübsches Fleckchen Erde mit Schlossmuseum, Schlosskirche und Parkeisenbahn :
Bootfahren , Ausruhen , Entspannen :
Am Abend fahre ich zurück nach Warmbad und besuche mein neues Lieblingsplätzchen in der Wolkensteiner Schweiz. In der Abendsonne geht es vorbei an den Kühen :
Warum haben die Kameras nur einen 10 Sekunden Selbstauslöser ? Ich muss mehrere Versuche starten :
Letzter Blick ins Zschopautal. Wow, die Erzgebirgsbahn ist pünktlich :
Dieser schöne Tag war wieder einmal viel zu kurz. Gleich verabschiedet sich die Sonne :
 

+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 18 – Der erste graue Tag….

….nun bin ich schon 3 Wochen in Warmbad und erlebe heute den ersten grauen Tag. Naja,das ist nicht so schlimm und so spaziere ich hinüber nach Wolkenstein. Hier teste ich einen alten Wanderweg der leider schon extrem zugewachsen ist.
 
Blick auf Wolkenstein – graue Wolken :
Vom Schloßbalkon des Schlosses Wolkenstein kann man die Schönheit der Landschaft leider nur erahnen :
Blick auf den Wolkensteiner Bahnhof und hinunter in das Zschopautal :
Hier guckt man zum Wolkensteiner Zughotel :
Diesen Weg durch die Wolfsschlucht hinunter zur Zschopau wäre ich sehr gerne gewandert. Leider ist der Wanderweg derzeit gesperrt. Echt Schade :
Zurück geht es über die Felder :
…und Kuh Elsa kommt neugierig angewackelt :
Morgen wird das Wetter wieder besser und ich will mit dem Zug nach Chemnitz fahren….
 
 

+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 17 – Annaberg Buchholz feiert 500 Jahre Barbara Uthmann….

…Barbara Uthmann war eine erzgebirgische Unternehmerin im 16. Jahrhundert und gilt als Förderin der Klöppelkunst. Ihr zu Ehren veranstaltete die Stadt Annaberg – Buchholz ein grandioses Mittelalterfest wie ich schon lange nicht mehr erlebt habe.
Die Organisatoren haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet und den richtigen Nerv getroffen.
Blick auf die Große Kirchgasse mit der St. Annenkirche :
Zu Ehren des Festwochenendes hat Barbara Uthmann einen hochwertigen geklöppelten Umhang erhalten :
Natürlich gibt es auch Festmusik und andere Darbietungen :
Ein manuelles Karussell für die Kinder :
….und es müssen nicht immer Achterbahnen und High-Tech Karussells sein, die gab es nämlich im 16. Jahrhundert nicht. Eine Schaukel macht doch auch Spaß :
Hier wird leckeres Fladenbrot gebacken :
…und der Bildnismaler gibt sich die Ehre:
…hier wird ein scharfes Schwert geschmiedet :
Eine Schriftprobe gefällig ? :
…oder ein Ritt auf dem störrischen Esel :
Jetzt wird es ernst! Denn es startet der nachgestaltete historische Hochzeitszug von Barbara und Christoph Uthmann. Aufregung bei den Reitern :
….und bei den Edelmännern :
Musikanten spielen auf :
…und hier sehen wir die junge Barbara Uthmann :
Die Hochzeitsgemeinde ist nun komplett :
Derweil spielen die Blumenkinder im Stroh :
Während die Hochzeitsgemeinde in der Kirche verschwindet mache ich mich auf die Suche nach etwas Essbaren. Diese Esstafel ist doch eine richtig schöne Idee und war später gut besetzt :
Mmmmhh, ich genehmige mir ein sehr schmales Stückchen Heidelbeertorte :
Nun muss ich aber wieder die 20 Kilometer zur Klinik zurück radeln. Der Besuch von Annaberg-Buchholz hat mir sehr gefallen und wird lange in Erinnerung bleiben.
Nach dem Abendbrot mache ich noch einen kurzen Wanderausflug in die Wolkensteinische Schweiz. Ich muss nämlich an einem Aussichtspunkt noch einen Geocache suchen. Wieder einmal eine ganz tolle Aussicht. Unten sieht man das Zschopautal und eine Eisenbahnbrücke der in 1866 eröffneten Erzgebirgsbahn :
 
Es war wieder einmal ein schöner Tag meinen auch die Kühe…..:

+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 16 – Radtour an der Preßnitz nach Bärenstein….

….am behandlungsfreien Wochenende schnappte ich mir wieder den Drahtesel und wollte an der Preßnitz entlang nach Bärenstein radeln. Optional plante ich sogar eine Weiterfahrt nach Oberwiesenthal und vielleicht auf dem Fichtelberg hinauf. Wegen der vielen Wolken und einiger Niederschläge beschloß ich aber ab Bärenstein zurückzukehren.
 
Unterwegs entdeckte ich diesen Vorgarten eines Eisenbahner Enthusiasten. Offenbar besteht schon wieder Schienenersatzverkehr :
Die ganze Szenerie ist sehr wirklichkeitsnah aufgebaut, sogar die Bahnhofsuhr geht richtig. Ein sehr schöner Vorgarten :
Ein anderer fleißiger Mensch hat dieses Wasserspiel aufgebaut , welches laut klackernd für Aufmerksamkeit sorgt :
Der Radweg an der Preßnitz ist relativ gut ausgebaut. Hier muss ich aber leider kurz mein Fahrrad tragen, trotzdem ein idyllischer Ort :
Dieser Blumentopf will gegossen werden, natürlich erledige ich das umgehend :
Hier sehe ich schon den Berg Bärenstein. Ein 868 Meter hoher Berg mit Aussichtsturm :
In Bärenstein angekommen fahre ich gleich hinüber in die tschechische Stadt Weipert. Hier besuche ich die Kirche der Stadt :
Ein neues Hinweisschild für eine Gaststätte. Ich finde das ist eine gute und lustige Idee :
Leider gibt es in den ostdeutschen Gemeinden oft keine chinesischen Restaurants. In Weipert mache ich erst einmal Mittagspause und ich esse Hongkong Ente statt Böhmischen Knödeln. Lecker ! :
Nach einem kleinen Marlenka Einkauf fahre ich zurück. Der abgespeicherte Track schickt mich ausgerechnet durch den Wald auf einem nicht so guten und engen Weg. Macht aber nichts, denn der dichte Wald schützt mich etwas vor dem einsetzenden Regen :
Auch auf der Rückfahrt radele ich durch Jöhstadt. Ein Ort mit wenig Sehenswürdigkeiten. Der erste ostdeutsche Windpark hat den Ort allerdings etwas bekannter gemacht :
Am Bahnhof Schmalzgrube ärgere ich mich wieder die Preßnitztalbahn verpasst zu haben. Irgendwann muss ich doch den Zug einmal erwischen :
An einem Bahnübergang wartet ein französischer „Pufferküsser“ auf die Preßnitztalbahn. Ich stelle mich hinzu und wir warten auf die 991590-1 die laut pfeifend mit einer kleinen Dampfeinlage die Fotografen begrüßt :
 
Das die Menschen hier Motorsportbegeistert sind ist weit bekannt. Hier müssen die Jugendlichen mit ihren 50 Kubikzentimeter Maschinen eine Ski Abfahrt hinauf. Da es gerade vorher wieder kräftig geregnet hat ein schwieriges Unterfangen :
Im 17.30 Uhr erreiche ich wieder die Reha Klinik. Ein schöner Ausflug in die Berge….
 

+++ TELEGRAMM +++ Warmbader Kurtagebuch Teil 15 – Der größte Erzgebirgische Schwibbogen….

…im Erzgebirge hat jedes Haus und jedes Grundstück einen eigenen Schwibbogen. Gerade im Winter erzeugen die vielen beleuchteten Schwibbogen eine besondere und schöne Atmosphäre. Die im Schwibbogen dargestellten Motive spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wider. Die auf den Schwibbogen aufgestellten Lichter waren Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht.
Ein Geocache lockte mich heute nach Krumhermersdorf. Hier stand lange Zeit der mit 11,2 x 6,60 Meter größte Schwibbogen der Welt. Dieser besteht aus Fichtenholz und wiegt stolze 5 Tonnen.
Ist es etwa dieser ?
Nein, dieser ist doch viel zu klein. Hier kommt der bis zum Jahre 2012 größte Schwibbogen der Welt. Spaßeshalber habe ich einmal mein Fahrrad darunter abgestellt :
….eine andere Perspektive. Mittlerweile steht jedoch der allergrößte und für das Guniness Buch der Rekorde angemeldete Schwibbogen in Johanngeorgenstadt. Dieser ist 25 Meter breit und 14,5 Meter, jedoch nicht komplett aus Holz gefertigt :
Dann ging es noch einmal nach Zschopau. Hier ein Blick auf die Stadt :
In Zschopau findet an diesen Wochenende das 20. Schloß- und Schützenfest auf Schloß Wildeck statt. Um 16.00 Uhr haben sich bereits die ersten Gäste eingefunden und es gibt Bier, Eis , Langos und Crêpes zum genießen :
Am Wochenende wird es sicher deutlich voller werden, denn es haben sich verschiedene Showgrößen angesagt :
Heute entdeckte ich auf der Rückfahrt einen neuen Weg durch das Zschopautal :
Wieder einmal lässt sich die Erzgebirgsbahn nicht blicken. Nächstes Mal muss ich das wirklich besser timen :
Am Abend sah ich noch diesen Karl Stülpner Brunnen :
Kurz vor Sonnenuntergang glänzen die Felder :