+++ TELEGRAMM +++ Auf Kaiser Hadrians Spuren Teil 2 – Ausflug nach Hexham….

…kaum aufgestanden verwarfen wir die Pläne die wir gestern geschmiedet hatten. Wir entschieden uns kurzfristig auf unserem Campingplatz zu bleiben und eine Radtour ohne Gepäck nach Hexham zu unternehmen. Am Nachmittag wollten wir dann noch einmal Kaiser Hadrians Befestigungsanlage, den Hadrian Wall besuchen.
 
Los geht es in unserer Gastgeberstadt Haltwhistle – ein sehr hübsches Ortseingangsschild :
Unterwegs lockt ein Geocache zu einem Tier Reservat. Über diese schmale Brücke über dem South Tyne fahren wir ohne den Cache zu bergen :
Unterwegs begegnen uns nette Häuser :
Nach 35 Kilometern Radeln mit vielen auf und ab treffen wir in Hexham ein:
Die den Ort bestimmende Sehenwürdigkeit ist die Abbey.
Die Kirche ist aber auch sehr sehenswert und begeistert uns mit ihren vielen begehbaren Räumen :
 
 
Lecker ! Heute gönnen wir uns Scampi mit Chips vor der Abbey :
Rückfahrt zum Campingplatz :
Am Schloss Chester hüpfen diese beiden Schafe in das Bild :
Apropos Schaf. Dieses dumme Schaf will unbedingt von einem Auto überfahren werden:
Die Bilder des Tages : Der Hadrian Wall in voller Schönheit :
 
Ich erhielt Anfragen wegen unseres Campingplatzes. Was bietet denn so ein 5 Sterne Campingplatz ? Natürlich eine 5 Sterne Küche :
Viele liebe Tiere gehören zum Campingplatz. Ein zahmer Esel :
…der auch gerne einmal mit seinem Kumpel rauft :
…und Pig-ou , das mufflige Hausschwein :
Die Sonne verabschiedet sich :
Morgen radeln wir weiter in Richtung Newcastle – mit Gepäck !
 
 

+++ TELEGRAMM +++ Auf Kaiser Hadrians Spuren Teil 1

… nach etwas Regen starteten wir heute erst um 10.30 Uhr von Carlisle. Der Weg führte uns zunächst zum Ort Brampton. Hier ruhten wir uns wegen eines Schauers im Wall Café aus. Natürlich gab es auch ein kleines Stückchen Kuchen dazu.
 
Dann endlich erreichten wir den Hadrian Wall, den Vallum Aelium mit seiner Länge von 117 Kilometern.
Immer noch ein sehr imposanter Bau. Beeindruckend wie viele Pilger unterwegs waren.
 
Unsere Radfahrt verlief heute mit vielen auf und ab’s. Teilweise waren Steigungen von über 20 Prozent zu überwinden. Klasse auch, dass unser heutiger 5 Sterne Campingplatz in Haltwhistle auch sehr hoch oben liegt.
 
Brampton – eine kleine sehenswerte und gastfreundliche Stadt :
Im Wall Coffee Shop finden wir Schutz vor einem Schauer :
Dafür gibt es einmal wieder leckeren Kuchen :
Diese Brücke hat noch nichts mit dem Hadrian Wall gemeinsam, passt aber wunderbar in die Landschaft. Erbaut wurde die Brücke in 1784 :
 
Ein schönes , sehr individuelles Ortseingangsschild. In Lanercost besuchen wir die Lanercost Priory der Diözese Carlisle. Erbaut wurde diese Priory in 1169 :
 
Endlich ist der Hadrianwall erreicht. Ein beliebtes Fotomotiv ist dieser Punkt. Wir müssen etwas warten um ungestört fotografieren zu können :
Hier begehe ich die römische Grenzbefestigungsanlage , um das römische Reich gegen die einfallenden Schotten zu schützen :
Obwohl Steigungen in Überzahl vorhanden sind, laden die Alleen zum Fahrradfahren ein :
Besuch des Birdoswald Roman Fort :
Der Hadrian Wall in seiner derzeitigen Breite. Manchmal fällt es schwer nachzuvollziehen, das Teile des Walls bis zu 4,50 Meter hoch waren :
Die Fahne von Northumberland hat es mir angetan :
Bilder des Tages ! Wer seine Karre liebt der schiebt. 20 Prozent haben es eben in sich :
Stephan lächelt die 20 Prozent weg und fährt mutig voran :
Morgen geht es weiter entlang der Hadrian’s Wall …..
 
 

+++ TELEGRAMM +++ Von Lockerbie nach Carlisle…..

Nach einem sehr schmackhaften Frühstück machten wir noch einen Stadtrundgang durch Lockerbie. Dieser ruhige und beschauliche Ort geriet durch einen Anschlag auf den Flug PanAm 103 in das Interesse der Weltöffentlichkeit.
Am 21.12.1988 starben durch den Absturz des Flugzeugs 270 Menschen im Alter von 2 Monaten bis 82 Jahren. Ganz klar, dass wir auch die Gedenkstätte besuchten.
 
Später radelten wir 50 Kilometer nach Carlisle. An der schottisch – englischen Grenze tranken wir im ehemaligen Zollhaus einen letzten schottischen Kaffee und bemerkten dass wir gar keine kleine schottische Fahrradfahne und auch keinen Kühlschrankmagneten als Mitbringsel gekauft hatten. Das müssen wir dann unbedingt beim nächsten Schottlandbesuch nachholen.
 
Carlisle ist ein hübsches Städtchen. Uns hat besonders die Kathedrale von 1133 gefallen. Durch ein Schnäppchen bei Booking.com übernachten wir wieder in einem sehr schönem Hotel :
 
Abschied vom „King’s Arm’s Hotel“. Der Aufenthalt bei Mr. Spencer hat uns sehr gefallen :
Der Hauptplatz von Lockerbie :
Traurig schauen uns die Betonschafe hinterher :
Hier , am Denkmal des Flugzeugabsturzes von 1988 halten wir inne :
 
Auf dem Weg nach Carlisle entdecken wir diese Kirche. Der Baustil ist gegenüber den anderen Kirchen auffällig :
Tschüss Schottland. Das letzte Haus von Schottland , heute eine Kaffeebar, lädt ein :
Carlisle – nun sind wir wieder in England. Die Stadt mit 72000 Einwohnern bietet historische Sehenswürdigkeiten und der Hadrian Wall ist nur wenige Kilometer entfernt. Hier stehen wir am Marktplatz :
Zwei Türme der Zitadelle und Teile der Stadtmauer sind gut erhalten :
Schön, aber irgendwie langweilig. Ein hübscher Bahnhof, aber heute ohne Züge. Das ist erstaunlich, denn Carlisle ist ein Verkehrsknotenpunkt der Eisenbahn :
Es gibt einige Pubs mit Auswahl an Bieren , Ale und Cider in den verschiedensten Geschmacksrichtungen :
Ein Glücksgriff – ein altes, wunderschön englisches Hotel zu einem günstigen Preis. Noch dazu mitten in der Stadt :
Die Kathedrale von Carlisle aus dem Jahre 1133. wir sind einen Tag zu spät angekommen. Gestern war hier ein Mozart Konzert… :
Der Organist hat jedoch Einsehen und versüßt uns mit einigen Klängen der Orgel den Aufenthalt in der Kirche :
Das Castle von Carlisle – 900 Jahre alt. Für 6,50 Pfund kann man es besichtigen :
Zwischenstand unserer Fahrradtour : Bisher sind wir 890 Kilometer geradelt….und wir haben fast noch eine Woche Urlaub !!!

+++ TELEGRAMM +++ Fahrt durch das Clyde Valley….

Von Lanark ging es heute hinein bis nach Lockerbie. Wir hätten nie gedacht, dass wir soweit kommen und über 80 Kilometer erreichen.
Unser Weg führte durch das grüne Clyde Valley in Sichtweite der Lowlands. Nach dem ersten, ewig lange dauernden (15%) Anstieg hatten wir nur noch ab und an kleinere Hügel zu bewältigen.
 
Am Nachmittag fuhren wir von Abington nach Lockerbie zwar auf guten Radwegen, welche aber die ganze Zeit parallel zur lauten Autobahn verliefen.
Gegen Abend erreichten wir Lockerbie und kamen im „King’s Arms Hotel“ unter. Kurze Zeit später setzte auch schon der Regen ein.
 
Unsere Fahrt beginnt :
Die Kühe gucken ungläubig :
Im Tal des Clyde wechseln sich grüne Wälder , Gärten und Weiden mit idyllischen Brücken ab :
 
Ein Meer von Radwegen , welchen nehmen wir denn nun, frage ich mich :
 
Da es in Lockerbie anfing zu regnen, konnten wir leider keine Fotos mehr machen. Diese werde ich morgen bei Sonnenschein (versprochen von Wetteronline) nachreichen. Ebenfalls morgen werden wir das Denkmal zum Absturz des Fluges PanAm 103 besuchen…..

+++ TELEGRAMM +++ Glasgow und Lanark ….

Wer hätte es anders erwartet. Die Arbeiterstadt Glasgow empfing uns heute im grauen Gewand. In der Nacht und am frühen Morgen hatte es geregnet und die Sonne wollte einfach nicht hervor kommen.
Dennoch besuchten wir einige der Glasgower Sehenwürdigkeiten.
Da wir in Glasgow ziemlich trödelten, entschieden wir uns kurz entschlossen , vier Minuten vor Abfahrt , mit dem Zug nach Lanark zu fahren.
 
In Lanark gibt es eine große ehemalige Baumwollfabrik. Die Architektur dieser Anlage und deren Komplexität veranlasste die Unesco den Ort New Lanark im Jahre 2001 zum Weltkulturerbe zu erklären.
Für den Naturfreund gibt es im Ort auch mehrere Wasserfälle des Flusses Clyde zu besichtigen. Diese Wasserfälle wurden damals für die Baumwollproduktion genutzt und heute produziert ein Wasserkraftwerk Strom.
 
Ein sehenswertes Gebäude, der Bahnhof von Glasgow :
 
Die Glasgower Innenstadt :
 
Die St. Mungo Kathedrale :
Im Innern sind die Hauptkirche und viele Unterkirchen zu besichtigen :
 
Das moderne Glasgow :
Kosenamen gibt es auch in Glasgow und so wird dieses Bauwerk, das Gürteltier genannt :
Endlich kommt die Sonne hervor , für uns geht es gleich zum Bahnhof :
Warum macht mich Bahnfahren wohl immer so müde. Stephan nutzt die Chance und macht ein Foto meines Nachdenkens :
Endlich sind wir in Lanark angekommen :
Liebevolle Schnitzereien begegnen uns bei unserer 2-stündigen Wanderung :
Ein Blick auf die ehemalige Baumwollspinnerei und deren Arbeiterwohnungen , welche heute Ferienunterkünfte und ein Hotel sind :
 
Eine der vielen Wasserfälle des Flusses Clyde :
Hier ist der größte Wasserfall zu sehen. Leider ist heute nicht ganz so viel Wasser unterwegs :
Durch diesen Gang muss man gehen, meint mein GPS Gerät :
Abends am Zelt : Fish & Chips sind out – Fish & Beer sind in !
 

+++ TELEGRAMM +++ Schlammtour zum Riesenrad für Schiffe….

…nach kräftigen Frühstück und im wahrsten Sinn des Wortes vollgeladene Akkus verließen wir heute die Wohnung von Esther und Warren. Herzlichen Dank noch einmal für die freundliche Gastfreundschaft.
 
Der Tag war recht idyllisch geplant, denn wir wollten von Edinburgh nach Glasgow am Union Canal und später am Forth and Clyde Canal radeln. Ganz so einfach wurde es dann aber doch nicht, denn durch die Regenschauer der letzten Tage war der Union Canal extrem aufgeweicht und unsere Fahrradtour geriet zur Schlammschlacht und wir kamen nur ganz langsam voran. Natürlich sahen auch unsere Räder dementsprechend aus.
 
Eine außergewöhnliche architektonisch und technologische Leistung erlebten wir in Falkirk. Hier steht das so genannte Falkirk Wheel. Das ist ein Schiffshebewerk, welches den Union Canal mit den Forth and Clyde Canal verbindet. Hier dürfen die Schiffe Riesenrad fahren und gelangen so in den entsprechenden Kanal.
Die Schotten haben dieses Schiffshebewerk zu einem Themenpark ausgebaut und Kinder und Erwachsene dürfen die Wasser -und Kanalwelt erkunden.
 
Start in Edinburgh. Hier beginnt der 50 Kilomater lange und im Jahre 1822 eröffnete Union Canal
Ruderer auf dem Kanal und gleich nebenan beim „Trockenrudern“ :
Auch der Union Canal bietet viele Höhepunkte, denn er verläuft über Autobahnen und neben Eisenbahnstrecken :
Das sind so genannte Narrowboats, aufgrund der engen Bauweise des Kanals dürfen nur kleinere Boote hier verkehren :
Bei unseren vollbepackten Fahrrädern sollte aber auch niemand entgegen kommen :
Offenbar werden viele Kaffeefahrten auf dem Union Canal angeboten, denn die Boote sind vorrangig mit freundlich winkenden Senioren besetzt :
Wer seine Karre liebt, der schiebt ….hier aber mehr aus Sicherheitsgründen :
Schlammtour und unsere Fahrräder sehen richtig elend aus. Am Abend werden wir wohl putzen müssen :
Hier sind wir schon in Falkirk und der Union Canal verläuft durch eine circa 1 Kilometer langen Tunnel. Hinweisschilder weisen auf einen sehr dunklen und schlüpfrigen Tunnel hin. Manchmal regnet es auch von oben durch :
 
…unsere gefährlichste Stelle! Stephan pass bloß auf :
Es gibt aber auch besonders Schönes entlang des Union Canals zu sehen. Hier blüht das Knabenkraut :
Sehenswerte Castles sind am Rand des Union Canals zu bewundern :
….und wir fotografieren diverse Aquädukte und Viadukte :
In Falkirk angekommen bewundern wir das jüngste und modernste Schiffshebewerk Schottlands. Es wurde im Jahre 2002 eröffnet und ersetzte eine Schleusentreppe von 11 Schleusen. Alles fängt erst einmal ganz gewöhnlich an und die Bootsführer werden in die Funktionsweise des Schiffshebewerk eingewiesen. Hier ein Bild von der oberen Einfahrt :
 
Jetzt wird es ernst! Oben und unten steht jeweils ein Schiff :
Die Fahrt beginnt! In nur 4 Minuten überwinden die beiden Boote einen Höhenunterschied von 24 Metern :
Soviel Aufregung lässt Mutti Schwan kalt. Sie passt derweil , nur wenige Meter vom Schiffshebewerk entfernt , auf ihre Jungen auf :
Bis Glasgow haben wir es heute nicht mehr geschafft. Die 93 km reichen aber vollkommen aus, um nach der deftigen Pizza von einem guten Bier im Pub am Hotel in Kirkintilloch die nötige Bettschwere zu bekommen:
 

+++ TELEGRAMM +++ Mit dem Zug nach Edinburgh…..

…wir haben einen Fahrrad Ruhetag und reisen bequem mit dem Zug nach Edinburgh. Wir wollen die Stadt zu Fuß erkunden. Auf dem Programm stehen die Besichtigung der Innenstadt und der Besuch des Schottischen Nationalmuseums.
 
Ankunft am Edinburgh Waverley :
Shoppingtour : Na, wie steht mir so ein Schottenrock ?
Die „Nessis“ im Regal schmunzeln schon einmal und kriegen sich nicht ein :
Weil es draußen regnet ziehen wir weiter zum Schottischen Nationalmuseum. Ein sehr schönes interaktives Museum. Zwar fehlt in manchen Bereichen der Tiefgang, aber dennoch macht es Spaß die Ausstellungen zu besichtigen.
Der viktorianische Innenhof des Museums. Von hier hat man auf 7 Stockwerken Zugang zu den diversen Ausstellungen :
So sah Edinburgh vor 340 Millionen Jahren aus :
Die alten Schotten:
 
Stephan macht Musik in der Ausstellung der Künste der Welt :
….und die Kleinsten beteiligen sich derweil an Ausgrabungen :
Vom 7. Stockwerk des Nationalmuseums kann man auf der Dachterrasse einen herrlichen Ausblick genießen.
Hier sieht man die Edinburgh :
….und kann von hoch oben das Stadtzentrum genießen :
 
In Edinburgh dreht sich fast alles um Whisky und wir nehmen an einer kleinen Verkostung teil:
 
 
Überall hören wir schottische Musik und sehen Männer in Nationaltrachten :
Wir finden die sehenswerte Innenstadt trotz wechselhaften Wetters Klasse.
Besuch in der Kathedrale St. Mary :
 
Zwischendurch ein kleines Stück Kuchen zur Stärkung. Der Kaffee ist hervorragend :
Am späten Nachmittag bewandern wir das schottische National Monument auf dem Calton Hill :
 
….und wir erschrecken ordentlich, als hinter uns eine sonore Stimme fragt “ Where is Dr. Watson?“ :
Ein bisschen traurig fahren wir um 21.00 Uhr zurück nach Musselburgh. Wir wollen demnächst noch einmal einen Wochenend Städtebesuch in Edinburgh planen :