+++ TELEGRAMM +++ Abschied aus dem Dovrefjell…

….am Vormittag standen 30 Kilometer mit dem Fahrrad auf dem Programm. Da es fast immer bergab ging rollten wir hinunter in das Tal.

Wir waren langsam unterwegs, denn wir waren in Abschiedsstimmung weil wir das schöne Dovrefjell mit seinen hohen Bergen und den schönen Landschaften verließen. Gerne wären wir auch noch einmal auf  Moschusochsensafari gegangen.
Aber wir blicken nach vorn und da erwarten uns andere, auch atemberaubend schöne Landschaften Norwegens. Wir nähern uns wieder dem Rondane Gebirge, nur jetzt von Norden her.
Unser schönstes Erlebnis heute war der Bezug einer alten Hütte aus dem 17. Jahrhundert. Diese schöne Hütte , jetzt allerdings mit etwas Komfort ausgestattet , strahlt soviel Behagen, Urigkeit und Wärme aus. Ein Genuss ! Und das Beste daran, wir sitzen mit Panoramablick auf das schneebedeckte Rondanegebirge…..
Tschüss Dovre Kommune , tschüss Moschusochsen:
Adieu Snøhetta:
Velkommen til Hedmark :
….wir sehen nun flachere Berge um die 1200 Meter hoch :
Unser alter Bauernhof , heute mit schönen Wohnhütten zu neuem Leben erweckt :
Dieses Eldhuset, das Haus welches früher auf dem Bauernhof als einziges mit Feuerstelle ausgestattet war, beziehen wir :
Innen ist diese Hütte mit viel Liebe eingerichtet :

Am Nachmittag starten wir noch einen Ausflug nach Grimsbu. Hier finden wir schön ausgestattete Radwege , eine Badestelle und aufregende Natur….:
Die Wolken im See sind schöner anzuschauen, als die Wolken am Himmel. Beeindruckend auch wie klar das Wasser ist :
Wir haben herrliches Wetter und fühlen uns in der Sonne wohl:
Angenehme leicht zu fahrende  Radwege. Der Waldboden ist fast vollständig mit Moos bedeckt :
…..und ein Fußbad im kühlen See :
Auf dem Nachhauseweg zu unserer Hütte gibt es noch ein leckeres Dessert. Waffel mit Brunost, also mit braunem Käse ! Lecker !!!
Øyvind schmeckt es :

+++ TELEGRAMM +++ Die Snøhetta und ihre friedlichen Bewohner……

….der heutige Tag müsste eigentlich 48 Stunden lang sein soviel hatten wir heute erlebt. Gleichzeitig bewahrheitet sich wieder einmal die Erkenntnis wie schön und vielfältig unsere Erde , unsere Natur ist.

Anstrengend war es aber auch heute natürlich wieder.
Nach einer erholsamen, aber sehr kühlen Nacht mit gerade einmal 1 Grad machten wir uns wieder auf den Weg und suchten den neuen Radweg nach Hjerkinn. Wir erkannten etliche neu geschaffene Teilabschnitte, mussten aber auch feststellen, dass einige Wegstellen eher etwas für Mountainbiker sind. Oftmals führte uns der Weg durch befestigte Sumpfabschnitte und wir mussten kleinere Bäche queren.  Für Radfahrer mit viel Gepäck sehr anstrengend……
Am Mittag besuchten wir die moderne Eysteinkirke in Hjerkinn. Eine sehr schöne Kirche aus dem Jahre 1963.
Dann wurde es ernst. Mit dem Fahrrad wollten wir zu dem in 1474 Meter Höhe gelegenen Snøheim am Fuße der Snøhetta hinauf kraxeln. Vom Snøheim aus kann man etliche Wanderungen rund um die Snøhetta unternehmen.
Da die Nacht sehr kühl gewesen war erhielt der 2286 Meter hohe Snøhetta neuen Zuckerguss in Form von Neuschnee.  Man konnte sich einfach nicht sattsehen an diesem seltenen und gleichzeitig schönem Bild und wir fotografierten wie verrückt.
Unterwegs berichteten uns mehrere Radwanderer von ihrem Glück. Sie hatten die seltenen Moschusochsen gesehen. Auf dem beschwerlichen Anstieg hinauf kamen wir leider nicht in diesem Genuss…..ABER auf der Abfahrt zeigten sie sich dann doch und wir erlebten Moschusochsen in freier Wildbahn. Ganze sieben erwachsene und einige junge „Ziegen“ konnten wir auf einem kurzen Wegabschnitt beobachten.
Soviel Glück konnten nur wir haben !
Unser Nachtlager direkt an einem Bach :
Die Suche nach dem neuen Radweg hat begonnen:
Der Weg führt teilweise durch befestigte Wege in einem Sumpfgebiet, also nichts für schwache Nerven :
Wir erreichen die Eysteinkyrkja in Hjerkinn. Wir werden hier wie andere Pilger des Pilgrimweges mit Kaffee und Keksen empfangen und erhalten Informationen zu der Kirche :
Ein Blick in den Kirchenraum :
Die Snøhetta, ein Traum von einem Berg. Der Berg galt mit seinem 2286 Metern Höhe lange Zeit als Norwegens höchster Berg. Die erste Besteigung war im Jahre 1798.
Auf diesen Foto quert gerade die Dovrebahn unser Bild. Was für ein Zufall :
Die Kraxelei hinauf beginnt :
Suchbild! Finde den Øyvind!
Wir haben Snøheim erreicht. Für sehr viel Geld kann man hier übernachten :
Wundervoller Blick auf die Snøhetta. Das Wasser des Sees ist eiskalt :
Der Snøhetta König :

Daaaaaa, Øyvind entdeckt die ersten Moschusochsen:

Sie wirken friedlich und sind wirklich scheu, sie gehen uns aus dem Weg und wir halten auch  lieber guten Abstand :
Insgesamt haben wir 7 Moschusochsen mit ihren Kälbern gesehen. Das war für uns ein sehr sehr schönes Erlebnis. Sehr zufrieden mit dem heutigen Tag treten wir unsere Heimreise an…..

+++ TELEGRAMM +++ Auf dem neuen Radweg unterwegs……

…..die offizielle Eröffnung des neuen Radwegs zwischen Dombås und Hjerkin soll ja erst im September sein. Von einigen Norwegern erfuhren wir , dass etliche Passagen jedoch bereits fertig gestellt sind. Teilweise fehlt aber noch die Beschilderung.
Um den Weg über die Schnellstraße E 6 zu entgehen boten wir uns als Testfahrer an und fuhren den Radweg fast bis zum Ende ab.
Natürlich verfuhren wir uns dabei, lernten aber sehr schöne Gegenden , Gasthöfe und Cafés kennen…..
Der Weg aus Dombås ist beschwerlich und es geht steil hinauf. Ich muss schieben :
Ein wunderschöner Blick auf schneebedeckte Berge :

Øyvind gefällt das Bananenfoto. Vor siebzehn Jahren gab es an einem Rastplatz auf der E6 hier in der Nähe auch ein Bananenfoto :
Wir besuchen die Hjelle Seter. Spontan haben wir Appetit auf einen Kaffee und etwas Süßes. Die Hjelle Seter ist sehr gemütlich eingerichtet. Hier kann man sich wohlfühlen:
Ich bediene mich schon einmal beim Kaffee :

Später kommt die obligatorische Waffel mit Sahne und selbstgemachter Marmelade:

Draußen zeigt mir Øyvind seine neueste norwegische Mode. Handschuhe in zwei Farben. Sieht schon ganz schön extravagant aus :

Zurück zum Radweg. Dieser schlängelt sich sehr oft an der Schnellstraße E 6 entlang. Mehrmals müssen wir Viehgatter öffnen :
Hier machen wir als Zwischenstopp eine Wanderung zu einem Vogelschutzgebiet mit Aussichtsturm:

Zurück auf dem neuen Radweg. Die Sonne meint es gut mit uns :
Ein herrliches Panorama :
Hier sind wir noch auf dem richtigen Abschnitt des Radweges :
Später verfahren wir uns leider etwas und beschließen Hjerkinn erst morgen zu erreichen. An dieser Scheune , einem herrlichen Platz, schlagen wir unser Zelt auf und essen Abendbrot :
Die Nacht wird sehr kühl und wir müssen mit nordisch sommerlichen 0 Grad rechnen……

+++ TELEGRAMM +++ Ruhetag bei den Trollen….

….wir bleiben in Dombås und verbringen nach den letzten anstrengenden Tagen einen wohlverdienten Ruhetag.

Um wieder zu Kräften zu kommen machen wir eine kleine Stadtbesichtigung , shoppen , essen Pizza und genießen gleich zwei Mal Kaffee und Kuchen.
Dombås ist eine Kleinstadt mit circa 1200 Einwohnern. Der Ort ist umgeben von malerischen Bergen des Dovrefjells.
Leider ist die Stadt durch die vielbefahrenen Schnellstraßen E 6 und E136 zerschnitten und der Ort ist damit ein markanter Verkehrsknotenpunkt der Region mit viel zu vielen Autos……
Wir werden von niedlichen Trollen mit langen Nasen begrüßt :

Die freundliche Frau Troll ist auch da :
Dieser Troll war soooo neugierig. Er wollte unbedingt meine teuren Einkäufe sehen :
Mittelpunkt des Ortes ist die in 1939 erbaute Kirche :
Morgen wollen wir den neu geschaffenen Radweg ins Dovrefjell testen und dem St. Olav Pilgerweg entlang weiterfahren. Offizielle Eröffnung ist zwar erst am 2. September , aber ein Großteil des Weges nach Hjerkin ist bereits neu fertig gestellt :
Wenn wir Glück haben, sehen wir ab morgen auch Moschusochsen und wilde Rentiere. Ich bin gespannt ob wir die Tiere in freier Wildnis erleben können :
Ein Spaziergang führt uns zu einer Art Gasthof, auch hier trollen die Trolle übermütig umher :
In der trolligen Øyvind Stuga gab es Kaffee und Kuchen und das heute gleich zwei Mal :

Ein Stück Kaffee und Torte kostet ungefähr schlappe 8 Euro. Schmeckt aber ausgezeichnet :
Nur ein paar Studen später gibt es das zweite Dessert nach einer deftigen Pizza :
Für eine ausgeruhte Weiterfahrt in die Berge sollten wir also gut gerüstet sein…..

+++ TELEGRAMM +++ Auf dem St. Olavsweg unterwegs…..

….auf unseren Radtouren durch das Gudbrandsdal und bei unseren Aufenthalten auf den Campingplätzen begegnen uns viele Wanderer die den St. Olavsweg  nach Nidaros bewandern.

Wir erfuhren von ihnen, dass diese Wallfahrt für Gläubige damals die Reise nach Rom ersetzte. Im Gudbrandsdal befinden sich alle 20 Kilometer mit Pilgerkreuzen markierte Bauernhöfe die den modernen Pilgern ein Nachtquartier anbieten. Wem der Weg einmal zu weit ist der nächtigt eben auf einem Campingplatz.
Wir konnten viele schöne Gespräche mit den Wanderern führen und pilgern per Rad einfach einige Stationen mit….
Der Tag begann heute regnerisch und nach unserer gestrigen, sehr schweren Radtour beschließen wir einen ruhigen Tag zu machen und nur circa 20 Kilometer nach Otta zu radeln und von dort den Zug nach Dombås zu nehmen.
Kurz vor Otta kam jedoch die Sonne hervor und wir ändern gleich etwas übermütig unseren Plan und wollen nun direkt nach Dombås radeln. Kein leichter Weg , wieder mit vielen Steigungen und teilweisen Fahrten auf der Schnellstraße E6 verbunden…..
Der Regen hat aufgehört , gleich kommt die Sonne hervor : 
Ein reißender Bach. Das smaragdgrüne Wasser lädt zum kühlen Bad ein :
Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite. In Kürze müssen wir wieder auf die Berghänge klettern :
Die Kirche von Sel. Die Dame vor der Kirche ist Kristin Lavransdatter, eine Romanfigur von Sigrid Undset. Sie bekam 1928 für Ihre Trilogie den Nobelpreis:

Hier wird schön gewartet !!!  Øyvind drängelt wieder :

Bahnhöfe ziehen mich magisch an. Der Bahnhof von Dovre wirkt aus 500 Meter Höhe wie eine Station aus der Modelleisenbahn :

Da der Bahnhof so idyllisch ist machen wir eine kleine Rast :
Hier erreichen wir eine St. Olavsquelle. Das Wasser aus dieser Quelle am Pilgerweg ist heilig :
Im Jahre 1612 schlugen hier norwegische Bauern die Schotten zurück :

Der eigentlich geplante Ruhetag war ein wieder ein  Tag mit vielen Steigungen und Anstrengungen. Wir radelten 75 Kilometer mit 900 Höhenmetern !

+++ TELEGRAMM +++ Die anstrengendste, aber auch schönste Radtour seit langem…

….die Berge rufen und so unternahmen wir heute eine außerordentlich anstrengende Radtour zum Peer Gynt Seterveg. Belohnt wurden wir mit fantastischen Ausblicken auf die Rondane. Spaß hatten wir auch mit den vielen Tieren die unseren Weg säumten.

Hier haben wir noch viel Spaß, wir sind auf 250Höhenmetern. Gleich beginnt ein heftiger, im Schnitt 10 prozentiger Anstieg bis auf 1160 Höhenmeter:

Der erste steile Anstieg. Mein GPS Gerät zeigte ein sehr seltenes Bild :
Vielleicht kommt auf diesem Bild wenigstens etwas der steile Anstieg hinüber :
Der erste Rondablick, eigentlich wollten wir ein Bild so nach dem Motto Radfahrer, Rondaneblick und Schafe machen. Hier sind die Schafe nun misstrauisch geworden und flüchteten :
Ist das nicht ein toller Blick. Gleich erreichen wir das Hotel Rondablikk :
Dieser liebe Troll erklärt uns die Bergwelt und nennt die verschiedenen Gipfel der Rondane :
Die Elchskulpur soll zum Nachdenken anregen :
Das Rondablikk Hotel ist leider etwas zu nobel. Wir erfreuen uns an den ausgestellten Bären die es hier oben (leider) nicht gibt :
Wo wollen wir hin?

Und wohin wollen denn die Rinder?

Dieser Bergbach ist sehr erfrischend. Die Wassertemperatur beträgt nur circa 10 Grad :
Für ein Fußbad reicht es. In der kleinen Hütte nebenan kann der Bergwanderer sich erfrischendes Trinkwasser holen. Eine Art kleiner Tiefbrunnen befindet sich darin :
Ein Wasserfall ist sichtbar. Herrliche Natur :

Wir klettern schon wieder. Die nächste sehr starke Steigung kommt :
Auch Øyvind muss einmal ins Bild gesetzt werden :
Lustige Steinemännchen säumen den Weg :
Jetzt geht es bergab, wir radeln 17 Kilometer hinab ins Tal. Da es oben sehr frisch ist, müssen wir die Regenjacke anziehen :
Der Kreis schließt sich. Wir besuchen am Bahnhof von Vinstra das Peer Gynt Denkmal :
Wow, das war ein toller Ausflug !

+++ TELEGRAMM +++ 80 Kilometer in Gudbrandsdalen unterwegs…..

…..heute erwartete uns den ganzen Tag Sonnenschein und wir verließen unsere gemütliche Unterkunft in Skåbu. Zunächst ging es ganz ruhig los, denn wir fuhren über 20 Kilometer ins Tal hinab.

Unterwegs begegneten uns Schafe die es sich in einem Straßentunnel gemütlich gemacht hatten.
In Kvikne fotografierten wir die wunderschöne Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert. Schade, dass wir diese nicht von Innen sehen konnten.
Bereits am frühen Nachmittag kamen wir in Kvam an und bezogen den Campingplatz. Wir beschlossen noch eine kleine Runde entlang des Flusses Gudbrandsdalslågen bis nach Otta zu fahren. Hier fanden wir ganz tolle Bilder. Besonders die Abendsonne tauchte das Gudbrandsdal in ein goldenes, herrliches Licht.
Belohnt wurde der lange Ausflug mit einer deftigen Pizza…..
Empört kommen die Schafe aus dem Straßentunnel. Wer stört uns denn nun wieder ?
Das Nachtlager ist heute besonders schnell aufgebaut :
Die süße Katze vom Campingplatz lässt sich gerne streicheln und fotografieren :

Die Autobahn E6 wurde hier auf eine neue Trasse verlegt. Wir benutzen die ehemalige E6 und haben hier deutlich weniger Autoverkehr :
Die Strömung des Gudbrandsdalslågen ist verdammt stark :
Ist das nicht herrlich? Die Sjoa, ein Seitenfluß des Lågen, der für Rafting genutzt wird.
In Otta, einer Kleinstadt, hat heute sogar der Bunnpris Supermarkt geöffnet und es gibt Dinge des täglichen Bedarfs eingeschränkt zu kaufen. Biere sind sowieso verboten, leider auch alkoholfreies Bier. Wir beobachten den Zugverkehr in Otta :

Eigentlich hatten wir eine große 40 Zentimeter Pizza bestellt. Verona hatte uns leider falsch verstanden und brachte 2 Pizzen mit 30 Zentimeter Durchmesser:
Es geht zurück nach Kvam. Die Abendsonne streichelt uns :
Zurück in Kvam :